Die Fünftklässler machen die Erde grün - Bäume gegen den Klimawandel
Bäume pflanzen und damit die Welt retten? Da waren die Fünftklässler des Hans und Sophie Scholl-Gymnasiums natürlich sofort dabei! Am 9. April fand der Aktionstag für nachhaltigen Klimaschutz „Plant for the Planet“ für alle fünften Klassen statt.
Die Schülerinitiative wurde 2007 ins Leben gerufen. Sie hat ihren Ursprung in einem Klassenreferat des damals 9-jährigen Felix über die Klimakrise. Bei seinen Recherchen stieß er auf die 2011 verstorbene Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai aus Kenia, die 30 Millionen Bäume in 30 Jahren gepflanzt hatte. Am Ende des Referats hatte Felix die Idee, Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen und so gemeinsam als Weltfamilie für eine faire Zukunft kämpfen. Auch das Hans und Sophie Scholl-Gymnasium, seit einigen Jahren UNESCO-Schule, möchte sich dafür engagieren: deshalb wurden die Fünftklässler an diesem Projekttag zu „Klima-Botschaftern“ ausgebildet. Sämtliche Kosten übernahm der „Initiativkreis für nachhaltige Wirtschaftsförderung in Ulm e.V.“.
Um 10 Uhr trafen sich die 120 Schülerinnen und Schüler, die gleich zu Beginn mit einem T-Shirt, das den Schriftzug des Projekts trug, ausgestattet wurden. Die jungen Klimabotschafter Milla Raiff, Marie Haug und Madita Johner stellten “Plant for the planet” anhand einer Powerpoint-Präsentation vor. Anschließend konnten die Fünftklässler in einem Spiel ihr erworbenes Fachwissen vertiefen: auf einer Weltkarte sollte mit Bausteinen, Bonbons und Wasserballons die Bevölkerungszahl der Kontinente, deren Wohlstand und der CO2-Ausstoß veranschaulicht werden. Demnach ist Asien der größte Verursacher des klimaschädlichen Gases, gefolgt von Nordamerika und Europa. Nach einer kurzen Pause erhielten die Schülerinnen und Schüler von Scholl-Lehrern einen Rhetorik-Crash-Kurs, um die Thematik wissenschaftlich korrekt formulieren und in die Elternhäuser tragen zu können.
Am frühen Nachmittag stand der praktische Teil des Aktionstages an: mit Bussen ging es nach Neu-Ulm zum Wiedemannwald. Die Fünftklässler hatten von zu Hause Schaufel und Spaten mitgebracht und waren mit Gummistiefeln ausgerüstet: Löcher wurden gegraben, Setzlinge wurden eingesetzt und anschließend gut festgedrückt. Jeder durfte mehrere Bäume pflanzen. Eine Stunde lang wurde so gearbeitet. Danach ging es wieder zurück an die Schule, wo eine kleine Stärkung auf die jungen Klimaschützer wartete. Vor einer Abschlussveranstaltung, bei der auch die Eltern der Fünftklässler teilnehmen konnten, bestand die Möglichkeit sich im „World Cafè“ auszutauschen: Und wenn sich auch alle darüber bewusst waren, dass eine einzelne Aktion nicht ausreichen wird, um das CO2-Problem zu lösen, bleibt das gute Gefühl, einen kleinen Beitrag für das Weltklima geleistet zu haben.
Valeria Mitioglu & Lina Walter (beide 6a) FAG/PAG