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Zurück in die Steinzeit - Die Venus vom Hohle Fels begeistert die Sechstklässler

Am 6. Juni unternahmen die Klassen 6a und 6c des Hans und Sophie Scholl-Gymnasiums mit ihren Lehrern Annette Nord, Andrea Mark, Johannes Heger und Frank Mittelsdorf eine Zeitreise: Ihr Ausflug, der vom Förderverein des Gymnasiums finanziell bezuschusst und damit ermöglicht wurde, sollte sie nach Schelklingen zur Karsthöhle „Hohle Fels“ führen. Diese liegt nur unweit vom Schelklinger Stadtkern und war somit mit einem kurzen Fußmarsch vom örtlichen Bahnhof aus zu erreichen.

Conny Meister, selbst Archäologe, im Fachgebiet für das Welterbemanagement des Landesamtes für Denkmalpflege der Ansprechpartner für das UNESCO-Welterbe Eiszeithöhlen, empfing die jungen Zeitreisenden. Er berichtete, welche Tiere einst an diesem Ort lebten, wie sich die Alpen bildeten und wie Kalk entsteht. Seine Augen begannen zu leuchten, als er von dem Fund der berühmten Venus erzählte, der ältesten von Menschenhand hergestellten Frauengestalt, die je ausgegraben wurde. In Gedanken an die Menschen, die einst hier gelebt hatten, betraten zunächst die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a, anschließend die der 6c das Innere der Höhle. Was von außen noch unscheinbar schien, weitete sich im Inneren des Berges zu einer großen „Halle“: Wie überdimensionale Kronleuchter präsentierten sich die Gesteinsformationen, die über die Jahrtausende entstanden waren und nun die Decke auskleideten. Aufgrund der Bedeutung für die Archäologie wurde im Jahr 2017 die Höhle als Bestandteil der Weltkulturerbestätte „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Nach einer kurzen Mittagspause machten sich die beiden Klassen zu Fuß auf den Weg ins etwa sechs Kilometer entfernte Blaubeuren. Im urgeschichtlichen Museum wurden die Schülerinnen und Schüler bereits von Kathrin Lieb erwartet. Sie berichtete über das Klima, das zur Zeit der Neandertaler herrschte und erklärte, wie sich die Menschen zu dieser Zeit ernährt haben, Feuer machen konnten und Kunst- und Schmuckgegenstände angefertigt haben. Dann war es soweit: die Schülerinnen und Schüler durften die originale Venus sehen. Obwohl diese recht klein ist, wurde die Figur erstaunlich fein bearbeitet. „Warum hat die Figur einen so kleinen Kopf?“, wollte ein Schüler wissen, „Wie gelang es den Archäologen die Einzelteile zusammen zu fügen?“, fragte ein anderer. Die Begeisterung um diesen kleinen Fund konnte man im Ausstellungsraum förmlich greifen. In einem der nächsten Räume konnten die Klassen die Instrumente der Menschen aus der Steinzeit bestaunen. Und nicht nur das: sogar ein paar Hörproben bot das Museum.

Dann durften die Schülerinnen und Schüler wieder ins Hier und Jetzt reisen: und da gibt es leckeres Eis mit Fruchtgeschmack. Mit diesem in der Hand und vielen Eindrücken im Kopf machten sich die beiden Klassen anschließend wieder auf den Heimweg.

 

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Text: Lina Walter, Dora Achangwa (beide 6a)  PAG

Bilder: Lina Walter, Valeria Mitioglu (beide 6a)  FAG