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„Wir schwänzen nicht, wir kämpfen!“ - „Fridays for future“ ist in Ulm angekommen

Am 15. März, einem Freitag, sind um 12 Uhr Schüler und Studenten trotz Kälte und Regen auf den Straßen Ulms unterwegs, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Mit vielen Plakaten ausgestattet fordern die jungen Demonstranten ein Umdenken und ein schnelles und konsequentes Handeln in der Klimapolitik: „Fridays for future“ hat auch Ulm und damit die Ulmer Schulen erreicht.

Kreative Sprüche wie „Die Dinosaurier dachten auch, sie hätten Zeit“ oder „Our earth is getting hotter than Shawn Mendes“ sind in großen Lettern zu lesen. Greta Thunberg, die mit ihrem Streik die weltweite Bewegung angestoßen hat, ist auch in der Ulmer Innenstadt allgegenwärtig - ihre Zitate ergänzen die selbst kreierten: „Unser Haus steht in Flammen und ihr seht es nicht!“. Lautstark werden die Aussagen untermauert – und keiner der Teilnehmer hatte ein schlechtes Gefühl dabei. Den versäumten Unterricht nehmen alle in Kauf: „Wir schwänzen nicht, wie kämpfen!“. Auf Anträge der Eltern konnten die Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme vom Klassenlehrer freigestellt werden.

Sogar die meisten Passanten, die die schreienden Jugendlichen sehen, sind begeistert, applaudieren. Manche reichen ihnen sogar eine kleine Stärkung. Es gibt jedoch auch welche, die sich darüber ärgern, dass die Wege versperrt sind und sie dadurch nicht schnell genug vorwärtskommen. Der Protestzug, dem sich auch Eltern und Großeltern angeschlossen haben, bewegt sich vom Münsterplatz zum Rathaus. Und auch dort wird dem Unmut lauthals Luft gemacht. Die ausgelaugten Stimmbänder schmerzen inzwischen, fast alle sind durch den anhaltenden kalten Regen durchnässt und frieren - doch „das Gefühl, den Politikern mal so richtig die Meinung gesagt zu haben, ist unbeschreiblich“, meint eine Vierzehnjährige.

Den meisten, die hier demonstrieren, ist bewusst, dass auch jeder selbst etwas für die Umwelt tun muss: „Es bringt überhaupt nichts die Schuld den Politikern in die Schuhe zu schieben, wenn man den eigenen Hintern nicht hochbekommt!“: das betonen viele der jungen Demonstrantinnen und Demonstranten immer wieder. „Nicht unnötig mit dem Auto fahren“, „beim Einkaufen darauf achten Plastikverpackungen zu vermeiden“ – so mahnen die Freitagsdemonstrationen auch das eigene Verhalten an. Denn schließlich liegt die Zukunft in den Händen aller.

 

Valeria Mitioglu und Lina Walter (beide 6a) FAG/PAG