Was soll und was darf nicht sein? - „Jugend debattiert“ ermittelt die Kandidaten für die Landesebene des Wettbewerbs
Am 11. Februar fand die Regionalqualifikation des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ am Hans und Sophie Scholl-Gymnasium statt. Die gastgebende Schule stellte selbst elf Schüler, die sich im vorausgehenden Schulfinale (wir berichteten) qualifiziert hatten. 21Teilnehmer von drei weiteren Ulmer Gymnasien komplettierten das Feld.
Alle Teilnehmer hatten eine Woche Zeit, sich auf ihre drei Themen vorzubereiten. Erst am Tag der Debatte informierte ein Aushang die Beteiligten, welche beiden Themen für die Qualifikation und welches Thema für das Finale am 12. Februar gewählt wurden; und auf welcher Position in der Debatte (Pro oder Contra) sie zu debattieren hatten. Die Altersstufe 1 (achte und neunte Jahrgangsstufe) debattierte zu den Themen „Soll das Reparieren von Elektrogeräten Schulfach werden?“ und „Sollen grundsätzlich auch Nicht-Pädagogen in der Schule unterrichten?“, in der Altersstufe 2 (zehnte bis zwölfte Jahrgangsstufe) lauteten die Fragestellungen „Sollen mehr fremdsprachige Filme ohne deutsche Synchronisation gezeigt werden?“ und „Sollen Kommunen für Gärten und Grünflächen und Gewerbegebiete eine biodiversitätsfreundliche Gestaltung vorschreiben?“.
Nachdem die Debattanten in beiden Runden ihre Argumente ausgetauscht und die Juroren ihre Beratungen abgeschlossen hatten, konnte Herr Mann, der Regionalkoordinator für „Jugend debattiert“, der selbst am Humboldt-Gymnasium unterrichtet, die Ergebnisse verkünden. Alle Juroren und Debattanten erhielten zudem eine Urkunde. Siegreich in der ersten Altersstufe waren Clemente Vargas vom Humboldt-Gymnasium, Hannah Kellerer und Vincent Kedziora vom Anna Essinger-Gymnasium sowie Tobias Frey vom Hans und Sophie Scholl-Gymnasium. Aus der zweiten Altersstufe zogen Clara Folger und Elena Büttner vom Humboldt-Gymnasium, Iwan Milosch vom Anna Essinger-Gymnasium und Stella Schmid vom Hans und Sophie Scholl-Gymnasium ins Regionalfinale ein.
Das Finale des Regionalwettbewerbs fand bereits einen Tag später, am 12. Februar im Sitzungssaal der Sparkasse Ulm Neue Mitte statt. In der Altersstufe 1 wurde darüber debattiert, ob die öffentlichen Verkehrsmittel elektrifiziert werden sollen. Die Debattanten tauschten sich vor allem darüber aus, ob die Umstellung einen positiven Effekt auf die Luftreinheit der Stadt hätte. Clemente Vargas belegte den ersten, Tobias Frey den zweiten Platz. Dritter wurde Vincent Kedziora.
In der zweiten Altersklasse 2 lautete die Frage: „Soll die Hälfte der Mitglieder im Gemeinderat gelost werden?“ Nach einer spannenden Debatte, in der es vor allem um die Frage ging, inwiefern zufällig geloste Ratsmitglieder den Rat bereichern können und ob dies demokratischen Grundsätzen entspräche, stand das Ergebnis für die Jury fest: Den ersten Platz belegte Clara Folger, den zweiten Platz Elena Büttner, Dritter wurde Iwan Milosch.
Die beiden ersten Plätze aus beiden Altersklassen dürfen nun an einem Rhetorikkurs auf der Burg Liebenzell im Schwarzwald teilnehmen und ziehen ins Landesfinale von „Jugend debattiert“ ein, das im Frühjahr in Stuttgart stattfinden wird. Mit Tobias Frey aus der Klasse 8a ist damit auch das Scholl-Gymnasium dabei. Mit ihm freuten sich auch die „Jugend debattiert“-Betreuerinnen des Scholl-Gymnasiums, Daniela Biermann und Eva Hansen: „Das ist ein schöner Erfolg!“
Lina Walter 6a & Florian Orgzewalla 10d PAG
Fotos: Dora Achangwa, Paul Eberhardt, Florian Orgzewalla FAG