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Die Gedanken sind frei - Die Kleine Theater-AG gedenkt den beiden Namensgebern ihrer Schule

Am 22. September führte die Kleine Theater-AG des Hans und Sophie Scholl-Gymnasiums ihr Theaterstück „Hans und Sophie Scholl – Die Gedanken sind frei“ auf. Der Termin für die Premiere wurde mit Bedacht gewählt: Hans hätte an diesem Tag seinen hundertsten Geburtstag gefeiert.

 

Das Stück beginnt im Hier und Jetzt in einer Ulmer Straßenbahn, in der sich der junge Soldat James (gespielt von Simon Winter) und Aysha (Caterina Ceriani), erst vor Kurzem aus einem Kriegsgebiet nach Deutschland geflüchtet, begegnen und ins Gespräch kommen. In der Martin Luther-Kirche treffen die beiden auf das junge Mädchen Emma (Marina Jovanovic), die sich Vorwürfe macht, bei einer Schulhofrangelei nur tatenlos daneben gestanden zu haben.

Ein Flugblatt der Widerstandgruppe „Weiße Rose“ wird Anlass für einen Zeitsprung in die Jugendzeit von Hans Scholl (Marcello Mondadori) und erzählt vor allem von der Änderung der Haltung der beiden Geschwister: diese sind anfangs vom Nationalsozialismus begeistert und engagieren sich für dessen Ziele. Als die Taten Hitlers ihnen jedoch die Augen öffnen, bestimmen Zweifel ihr junges Leben, der daraus resultierende Austausch von Gedanken und Gefühlen mündet in Diskussionen über Recht und Unrecht und schließlich gründet Hans mit seinen Freunden Willi Graf (Zita Milsch), Alexander Schmorell (Maria Eichwald) und Christoph Probst (Hannah Tretter) die Widerstandsgruppe, die fortan Flugblätter verfasst, um die Menschen im Kampf gegen den Nationalsozialismus aufzurütteln. Einige Auszüge dieser Schriften werden verlesen. Auch Hans` Schwester Sophie (Heidi Zeisel bzw. Leni Rose) stößt zur Gruppe und verteilt zusammen mit ihrem Bruder in der Münchner Universität das letzte Flugblatt. Die beiden werden dabei gestellt, nach kurzem Verhör verurteilt und schließlich am 22. Februar 1943 hingerichtet.

Zurück in der Gegenwart wird Emma beim Gespräch mit James und Aysha klar, wie wichtig es ist, nicht einfach nur zuzuschauen, wenn jemand Unrecht widerfährt – damals wie heute. Sie schöpft aus dem Wissen um den Mut der beiden Geschwister Kraft, um auch für die eigenen Überzeugungen einzustehen.

 

Das begeisterte Premierenpublikum applaudierte langanhaltend für die mehr als zwanzigköpfige Theatergruppe und die beiden Leiterinnen, Anne Käßbohrer und Eva Hansen, die sehr stolz auf ihre Schauspieler sein konnten. Zwei Schulaufführungen folgten am 24. und 26. September. Auch diese waren ein großer Erfolg.

 

Text: Maria Eichwald 9a (Theater-AG) & Valeria Mitioglu 6a PAG

Bilder: Laura Krauss 9a & Paul Eberhardt 10d FAG

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