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WAS KONNTEN SIE TUN? Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1939-1945

Eine Ausstellung der Stiftung 20. Juli 1944 in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

 

Anlässlich des 100. Geburtstags von Hans Scholl am 22.9.2018 zeigen wir eine Wanderausstellung zum Thema Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

 Die Ausstellung der Stiftung 20. Juli 1944 in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand trägt den Titel „WAS KONNTEN SIE TUN?“ und wird noch bis zum 26.10.2018 am Hans und Sophie Scholl-Gymnasium Station machen. Sie kann als Bildungsangebot von Schulen kostenlos entliehen werden und beinhaltet umfassende Informationen zum Thema Widerstand im Nationalsozialismus 1939-1945.

Die Ausstellung besteht aus 25 Tafeln, die vielfältigen Formen des Widerstands gewidmet sind und jeweils eine Person in den Mittelpunkt stellen. Dort begegnet man sowohl Hans als auch Sophie oder anderen bekannten Vertretern des Widerstands wie Georg Elser und Graf von Stauffenberg.

Unsere SchülerInnen können sich aber auch über Walter Klingenbeck informieren, der ähnlich wie die Weiße Rose mit selbst verfassten Flugblättern gegen die Nationalsozialisten kämpfte und dafür im Alter von 19 Jahren am 5. August 1943 hingerichtet wurde.


Wir hoffen, dass der Titel der Ausstellung „Was konnten sie tun?“ zum Nachdenken anregt.

 

„Für den Triumph des Bösen reicht es,

wenn die Guten nichts tun.“

(Edmund Burke (1729-1797) zugeschriebenes Zitat)

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter https://www.was-konnten-sie-tun.de

 

Eine der 25 Tafeln ist Hans Scholl und Alexander Schmorell gewidmet – unter der  Überschrift „AUFRÜTTELN“ enthält diese unter anderem Auszüge aus den Flugblättern der Weißen Rose. Sophie Scholl wird auf einer anderen Tafel als Beispiel für Menschen genannt, die durch das Verteilen von Flugblättern Widerstand leisteten.

Das mutige Handeln unserer Namensgeber steht exemplarisch für die vielfältigen Formen des Widerstands, die in der Ausstellung präsentiert werden.

Sei es das Ehepaar Hampel, das Postkarten gegen das Regime auslegte mit dem Ausruf „Es lebe die Gerechtigkeit“ oder Georg Elser, der schon früh die NS-Führung ausschalten wollte, um durch seine Tat „ein noch größeres Blutvergießen zu verhindern.“

Hanno Günthers Eintreten für „einen gerechten und dadurch dauerhaften Frieden“ sowie die „Freiheit der Meinung und des Glaubens“ findet genauso Erwähnung wie Claus Schenk Graf von Stauffenbergs Versuch, mit seinen Mitverschwörern am 20. Juli 1944 den Tyrannen zu stürzen.

Die Aktualität der Thematik verdeutlich vielleicht dieses Zitat von einer der Ausstellungstafeln, die den Titel „Neuordnung denken“ trägt:

 

Euch aber will ich folgendes sagen: ich habe mein ganzes Leben lang, schon in der Schule, gegen einen Geist der Enge und der Gewalt, der Überheblichkeit und der mangelnden Ehrfurcht vor Anderen, der Intoleranz und des Absoluten, erbarmungslos Konsequenten angekämpft, der in den Deutschen steckt, und der seinen Ausdruck in dem nationalsozialistischen Staat gefunden hat.“

(Helmuth James Graf von Moltke im Jahr 1944)

 

Text: Nd, Fotos: Laura Krauss, 9a (PAG)