Hollandaustausch mit Alphen - fun, educating and a great experience!
Die bilingualen Achtklässler haben jedes Jahr die Möglichkeit, an einem Austausch mit dem Scala-College in Alphen an den Rijn teilzunehmen. Dieses Jahr reisten SchülerInnen der Klassen 8a und 8b vom 03.06. bis zum 08.06. nach Holland. Bereits im Februar hatten uns die niederländischen SchülerInnen am Scholl besucht. Besonders in Erinnerung geblieben war den SchülerInnen das Rodeln im Allgäu und der UNESCO-Projekttag AGENDA 2030. Für diesen Tag haben OberstufenschülerInnen des Scholls die HolländerInnen zum Thema Fairtrade und Meeresverschmutzung extra auf Englisch unterrichtet. Bei einem Spiel, in dem der Fischfang simuliert wurde, war schnell klar, dass Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit sowohl in den Niederlanden als auch bei uns ein wichtiges Thema ist.
Auf der Fahrt nach Alphen wurde schon heiß über die Zeit dort spekuliert. Nach der anstrengenden zehnstündigen Fahrt waren alle froh, dass sie von den Gastfamilien herzlich empfangen wurden. Uns fiel auf, dass die Häuser meistens kleiner sind und aus roten Backsteinen bestehen. Außerdem beeindruckten uns die Holländer mit ihrem hervorragenden Englisch. Auch nach der Ankunft durften wir uns mit der holländischen Kultur vertraut machen: morgens mit dem Fahrrad zur Schule fahren, Zwieback mit Schokostreuseln zu frühstücken und schmale Leitern, dort als „Treppe“ bezeichnet, hinaufsteigen.
Trotz der für uns seltsamen Sitten kamen wir alle gut durch die Woche, das vielseitige und abwechslungsreiche Programm hielt alle auf Trab. Bei einem Ausflug nach Amsterdam war der Zeitrahmen zwar straff, aber wir hatten dennoch genug Zeit, Amsterdam auf eigene Faust zu erkunden. Das Tretbootfahren zählte zu den Highlights. Zwei Boote gingen zwar im Kanälegewirr verloren, diese konnten aber per Snapchat geortet werden und so konnten nach einer kurzen Mittagspause alle gemeinsam ins Anne-Frank-Haus, wo wir uns beeindruckt mit der Geschichte der Familie Frank vertraut machten.
Am Dienstag besuchten wir vier Unterrichtsstunden, die z.T. mit moderner Technik wie z. B. i-pads statt Büchern durchgeführt wurden. Außerdem werden fast alle Fächer auf Englisch unterrichtet. Erstaunt hat uns auch, dass die SchülerInnen und LehrerInnen eher freundschaftlich miteinander umgehen. Von unseren AustauschpartnerInnen erfuhren wir, dass das Schulsystem anders ist, so ist die beste Note 10 und die schlechteste eine 1, oder dass man in Holland ab 4 Jahren in die Schule geht. Am Nachmittag war Freizeit mit den Austauschpartnern angesagt, manche gingen rudern oder zum See oder waren im Trampolinpark oder spielten den Fußballklassiker Niederlande gegen Deutschland.
Doch der absolute Höhepunkt war unser Ausflug ans Meer: morgens ein Abstecher nach Den Haag, der Hauptstadt, und mittags ein Surfworkshop in Scheveningen. Auch wenn der Kurs uns weniger an ein sportliches Training als an gemeinsames Lachen im Wasser erinnerte, war es ein voller Erfolg und dank der guten Strömung schafften es einige, tatsächlich auf dem Brett stehend zu surfen. Auch blieb genug Zeit, um Beachvolleyball zu spielen und Muscheln zu sammeln, bevor es leider nur für einen Teil der Schüler mit einem Partybus mit Musik und Getränken und Lichtanlage nach Alphen ging.
Nach einem letzten abendlichen Treffen beim Bowlen und Ausklang am See mussten wir auch schon wieder unsere Koffer packen und uns am nächsten Morgen von unseren Gastfamilien verabschieden. Manche waren traurig, manche schon voller Vorfreude auf zu Hause. Aber alle waren sich einig: Holland war unvergesslich!
Jan Niklas Aschmann, Moritz Kaestner, Kaija Raiff, Leni Rose, Hannah Tretter, Jia ai Wu, 8b