Spannendes Regionalfinale von „Jugend debattiert“ - Die Gymnasiasten vom Humboldt-Gymnasium haben die besseren Argumente
„D`raußt vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr … – Weiß noch jemand, wie es weiter geht?“ - Mit diesen Worten begann Laura Kiehne ihre Eröffnungsrede beim diesjährigen Regionalfinale von „Jugend debattiert“, das am 7. Februar im Vortragssaal der Sparkasse Ulm, Neue Mitte stattfand. Die jungen Teilnehmer des Wettbewerbs hatten sich zuvor in zwei Ausscheidungsrunden an ihren Schulen für dieses Finale qualifiziert (wir berichteten).
Hätte man doch lieber besser in der Schule aufgepasst und gelernt? Oder wäre es nicht noch sinnvoller, im Deutschunterricht würden regelmäßig längere Gedichte auswendig gelernt? Hierzu debattierten die Teilnehmer der Sekundarstufe 1, zeigten Probleme des Schulbetriebs auf, wägten Argumente ab, widerlegten Thesen und suchten nach Kompromissen. Zusammen entwickelte sich so eine äußerst spannende und auch für das Publikum lehrreiche Debatte. Alexander Klein, Regionalverbundskoordinator für den Wettbewerb, sieht darin auch eines der Ziele des Wettbewerbs: „Das Publikum soll am Ende klüger sein als vorher.“
Die andere Seite mit den eigenen Argumenten zu überzeugen, ist jedoch nicht so einfach. Die Schüler, Eltern und Lehrer, die sich im Publikum befanden, behielten trotz der Diskussion meist ihre von der Jury vor der Debatte abgefragte Meinung zum Diskussionsthema. Somit lag es letztlich an den Juroren zu entscheiden, wer noch überzeugender, noch redegewandter und wer noch geschickter im Umgang mit seinen Kontrahenten debattieren konnte. Jule Kessler und Laura Kiehne, beide vom Ulmer Humboldt-Gymnasium, belegten in der jüngeren Altersgruppe die beiden ersten Plätze.
Im Finale der Sekundarstufe 2 diskutierte man zur Frage, ob das Betteln in den Innenstädten verboten werden soll. Die Debatanten, welche die Pro-Seite zu vertreten hatten, begründeten ihren ins Spiel gebrachten neuen Gesetzesvorschlag unter anderem damit, den Bettlern möglichst viel Schutz bieten zu wollen und dass ebendies nur außerhalb der Innenstädte zu realisieren sei. Ihre Kontrahenten argumentierten mit dem Grundgesetz als Vorlage: Jeder Mensch hat das Recht, so zu leben, wie er möchte. Die beiden gegnerischen Mannschaften fanden keinen Konsens, sodass schließlich auch hier jeder auf seiner anfänglichen Meinung bestand.
Hendrick Jon Köhler und Joanna Sophia Park überzeugten die Jury am meisten und belegten in dieser Debatte die ersten beiden Plätze. Auch sie kommen beide vom Humboldt-Gymnasium, das damit alle anderen Schulen hinter sich lassen konnte. Elias Kormann vom Hans und Sophie Scholl-Gymnasium belegte den dritten Platz und darf zumindest als Ersatzkandidat noch auf den Einzug in die Landesqualifikation, die in Stuttgart stattfinden wird, hoffen.
Unsere Bilder zeigen die diesjährigen jungen Debatanten mit ihren Urkunden.
Louren-Mary Fischer (KS1) PAG/FAG